Pressemitteilungen

Pressemitteilung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland
Nr. 58/2022 – 09. Dezember 2022

Bürgergeld kommt zum 1. Januar 2023 – Höherer Regelsatz wird automatisch ausgezahlt

Zum 1. Januar 2023 wird das Bürgergeld die Grundsicherung ablösen. Das Bürgergeld wird in zwei Schritten eingeführt. In einem ersten Schritt werden zum Jahresanfang der Regelsatz erhöht und eine Bagatellgrenze eingeführt. In einem zweiten Schritt werden Mitte des Jahres die Kernelemente zu Weiterbildung und Qualifizierung eingeführt.

Die Jobcenter in Rheinland-Pfalz weisen darauf hin, dass die erhöhten Regelsätze pünktlich zum Jahreswechsel ausgezahlt werden. Es ist für das Bürgergeld kein neuer Antrag notwendig. „Wer über den Jahreswechsel hinaus Leistungen des Jobcenters bezieht, bekommt automatisch den höheren Regelsatz ausgezahlt. Die Änderungsbescheide zur Regelsatzerhöhung werden noch im Dezember erstellt. Allerdings kann der Versand bis in den Januar hineinreichen“, betont Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland. „Mit Einführung der Bagatellgrenze schaffte der Gesetzgeber eine Erleichterung sowohl für die Jobcenter als auch für unsere Kundinnen und Kunden. Beträge bis zur Höhe von 50 Euro müssen nicht mehr zurückgefordert werden. Wechselt etwa das monatliche Einkommen auch nur geringfügig, mussten dafür bisher stets neue Bescheide erstellt und Kleinstsummen zurückgefordert werden.“

„Mit der Einführung des Bürgergeldes wird die staatliche Unterstützung bürgernäher, unbürokratischer und zielgerichteter gestaltet“, sagt Arbeitsminister Alexander Schweitzer. Durch die automatische Umstellung sei beim Wechsel zum Bürgergeld weder eine persönliche Vorsprache noch ein Telefonat mit dem zuständigen Jobcenter erforderlich. „Auch, wenn man an einer Bildungsmaßnahme teilnimmt, ändert sich nichts. Die Leistungen laufen weiter und auch die Maßnahme wird wie geplant fortgeführt.“

Der Regelsatz erhöht sich für Alleinstehende zum 1. Januar 2023 auf 502 Euro, für Paare je Partner auf 451 Euro. Für Nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahren im Haushalt der Eltern steigt der Betrag auf 402 Euro, für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren auf 420 Euro, für Kinder von 6 bis 13 Jahren auf 348 Euro und für Kinder unter 6 Jahren auf 318 Euro.

Die weiteren Kernelemente des Bürgergelds greifen ab Juli. Darunter zählen etwa die erweiterten Fördermöglichkeiten oder das Weiterbildungsgeld. Auch der neue Kooperationsplan, der die Eingliederungsvereinbarungen ablöst, folgt zur Jahresmitte.

Auf der Bürgergeld-Lexikonseite der Bundesagentur für Arbeit finden Interessierte Antworten auf alle wichtigen Fragen zum Bürgergeld.

Wer erstmalig Bürgergeld beantragen möchte, findet die entsprechenden Antrags-vordrucke unter https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/downloads-arbeitslos-arbeit-finden. Eine Online-Beantragung des Bürgergeldes ist unter https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld-2/arbeitslosengeld-2-beantragen möglich.

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Geflüchtete aus der Ukraine – Jobcenter bietet Unterstützung


Zwei Frauen auf dem Weg zum Jobcenter mit der Dolmetscherin für Ukrainisch…äußern sich später beim Verlassen dankbar für die umfassende Hilfe durch ihre Beraterin – Foto: Jobcenter Stadt Kaiserslautern

Am 24. Februar 2022 begannen die Streitkräfte der Russischen Föderation mit einer großangelegten Invasion der Ukraine. Ein Teil der seitdem geflüchteten Menschen sucht Schutz in Deutschland. Der Gesetzgeber hat beschlossen, dass die Geflüchteten aus der Ukraine ab dem 1. Juni 2022 bundesweit von den Jobcentern betreut werden. Innerhalb weniger Wochen haben sich 651 erwachsene geflüchtete Menschen aus der Ukraine beim Jobcenter der Stadt am Bahnhof gemeldet. Es sind weit überwiegend Frauen, derzeit ca. 520 mit zusätzlich 84 Kindern unter 15 Jahren. Viele von ihnen sind nach Kaiserslautern gekommen, weil sie hier im Umfeld jemanden kennen oder bereits Verwandtschaft hier lebt. Insgesamt werden die geflüchteten Frauen durch Bekannte, Verwandte und ehrenamtliche Netzwerke bestmöglich unterstützt.

Im Jobcenter helfen Beschäftigte aller Bereiche, um die Antragsflut von Ukrainerinnen und Ukrainern zu bewältigen. Hierfür wurden Personalressourcen in die Antragsbearbeitung verschoben sowie Vorsprache- und Arbeitszeiten erweitert. Alle Vorsprechenden wurden inzwischen mindestens einmal beraten und intensiv bei der Antragstellung unterstützt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Antragstellung ist insbesondere ein gültiger Aufenthaltsstatus oder eine aktuelle Fiktionsbescheinigung der Ausländerbehörde. Ein größerer Teil der Anträge, die vollständig beim Jobcenter abgegeben wurden, sind mittlerweile abschließend bearbeitet und bewilligt.

Die Ersten haben bereits mit Integrationskursen begonnen. Glücklicherweise werden im Stadtgebiet ausreichend Plätze für Sprachkurse angeboten. Um hier in Deutschland zurechtzukommen und auch die Kinder beim Besuch der Schule unterstützen zu können, möchten Frauen schnellstmöglich die deutsche Sprache lernen. Das Jobcenter arbeitet mit allen beteiligten Institutionen eng zusammen, damit der Lebensunterhalt gesichert und die berufliche Integration gefördert werden kann. |ps

Beruflich Fußfassen – Neue Perspektiven für Familien

Sonja Petersen – Foto: Frank Schäfer

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Nach langer Zeit der Arbeitslosigkeit hat Sonja Petersen aus Kaiserslautern seit 1. Juni 2021 einen Job und arbeitet bei einem Lautrer Unternehmen in der Autopflege. Mit der Tätigkeit in einer Männerdomäne fühlt sich die fünffache Mutter sehr wohl. „Die Arbeit gefällt mir sehr gut und auch mit dem Team verstehe ich mich bestens. Ich merke auch, dass ich jetzt viel besser gelaunt bin, seit ich den Job habe. Die Stelle habe ich durch das Jobcenter bekommen“, freut sich die 33-Jährige.
Möglich war dies, da Sonja Petersens Mann in Elternzeit gegangen ist und jetzt die Betreuung der fünf Kinder übernommen hat. Die familiäre Situation war auch der Grund, warum sie bisher nicht gearbeitet hat. Jetzt packt sie an und steht als Frau ihren Mann. „Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, aber wir hoffen, dass es danach weitergeht. Sonja Petersens Arbeitgeber erhält noch einen Lohnkostenzuschuss. Ziel ist natürlich, die Arbeitsstelle dauerhaft zu behalten“, erklärt Integrationscoach Rebecca Schnabel vom Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Sie besucht Sonja Petersen regelmäßig an ihrem neuen Arbeitsplatz und erklärt, was das beschäftigungsbegleitende Coaching ist: „Im Gespräch können mögliche Schwierigkeiten gemeinsam schnell erkannt und gelöst werden“, erläutert Rebecca Schnabel. „Auch telefonisch bin ich für die Leute direkt erreichbar“, berichtet sie.
Sonja Petersen ist froh, bislang lief zu Hause der Familienbetrieb wie am Schnürchen, das klappt jetzt auf der Arbeit genauso gut. fsc

Unterstützung bei der Personalgewinnung

Jörg Harz, Claudia Born und Sabine Schmidt – Foto: Frank Schäfer

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Das Jobcenter der Stadt Kaiserslautern erstellt für Arbeitgeber individuelle Angebote, um sie bestmöglich bei der Personalgewinnung zu unterstützen. In diesem Sinne hat das Jobcenter auch der ACO Guss GmbH bei der Mitarbeiterakquise geholfen. Unter Einhaltung des Hygienekonzeptes und der gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung fanden im Oktober in dem Betrieb drei Informationsveranstaltungen statt, bei denen man das Unternehmen kennenlernen konnte. Jörg Harz, Betriebsratsvorsitzender von ACO Guss, stellte den Betrieb und die verschiedenen Tätigkeitsfelder ausführlich vor. Dabei waren 18 Kunden des Jobcenters anwesend, fünf von ihnen haben sich direkt nach der Veranstaltung beworben.
Claudia Born, als zuständige Beraterin des Jobcenters, hat die Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Zwei der Bewerber wurden nun zum ersten Januar als Produktionshelfer eingestellt. „Die beiden integrieren sich sehr gut und wurden auch vom Team sofort gut aufgenommen“, berichtet Sabine Schmidt, Personalleiterin bei ACO Guss am Standort Kaiserslautern.
ACO Guss ist weiterhin auf der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und hat darüber hinaus noch 13 Ausbildungsplätze zu besetzen.
„Wir suchen weiterhin händeringend nach personeller Verstärkung – sowohl Fachkräfte, als auch Hilfskräfte und Quereinsteiger. Die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter funktioniert sehr gut und wir können uns durchaus vorstellen, auch dieses Jahr wieder eine solche Info-Veranstaltung anzubieten“, erklärt Sabine Schmidt.fsc

Tage der Ausbildung in der Jugendberufsagentur Kaiserslautern

Foto: Jobcenter Stadt Kaiserslautern/Bemme – hochgeladen von Frank Schäfer

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Vom 21. bis 25. Februar 2022 findet erneut die Ausbildungsbörse der Jugendberufsagentur Kaiserslautern statt – und wie bereits im letzten Jahr mit einem großen Onlineangebot. Die nach wie vor schwierige Pandemie-Lage erfordert flexible Angebote, die von jedem Ort aus genutzt werden können, um die nach wie vor geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Ziel ist es, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen trotz allem eine Unterstützung bei der Suche nach Ausbildung an die Hand zu geben.

Erstmals wird die Veranstaltung in Hybridform angeboten und während die Online-Angebote frei zugänglich sind, bekommen bereits eingeladene Kunden der Jugendberufsagentur im persönlichen Kontakt weitergehende Unterstützung. Dreh- und Angelpunkt der Online-Angebote wird wieder die Webseite www.jba-kl.de sein, über die sämtliche digitalen Programmpunkte abgerufen werden können. So wird zusätzlich zu den Videos, die bereits für die digitale Ausbildungsbörse des letzten Jahres entstanden sind, ein neues Interview mit dem Schuldnerberater des Caritas-Zentrum Kaiserslautern auf dem Youtube-Kanal der Jugendberufsagentur Kaiserslautern veröffentlicht. Das Highlight bei den „Tagen der Ausbildung“ – so das Motto der diesjährigen Ausbildungsbörse – sollen jedoch die Live-Interviews mit Arbeitgebern der Region, die nach wie vor nach Auszubildenden suchen, sein. In drei jeweils einstündigen Online-Meetings, stellen sich die Arbeitgeber „Battle Bear“, „Hochwald“ und „Diehl Technische Gebäudesysteme“ den Fragen der anwesenden Zuschauer und berichten über den Arbeitsalltag und die Ausbildungsberufe, für die sie aktuell nach Interessenten suchen. Das genaue Programm mit den entsprechenden Uhrzeiten ist ab dem 16. Februar der Webseite www.jba-kl.de  zu entnehmen.ps

Jobcenter bietet umfangreiche Unterstützung – Zurück im Beruf

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Nach langer Zeit der Arbeitslosigkeit hat Thomas B. mit Unterstützung des Jobcenters der Stadt Kaiserslautern den Weg zurück in den Job gefunden. Seit 1. November arbeitet der gelernte Maler und Lackierer in einem Unternehmen in Dossenheim bei Heidelberg.

„Auf die Arbeitsstelle bin ich bei meiner Internetrecherche gestoßen”, berichtet der 42-Jährige. “Ich habe vor einigen Jahren schon mal in Heidelberg gewohnt und wollte wieder dorthin zurück. Beworben habe ich mich per E-Mail. Daraufhin hat mir mein Arbeitgeber vorgeschlagen, zuerst ein einwöchiges Praktikum zu leisten, damit man sich kennenlernt und sieht, ob’s passt. Mein Chef war von meiner Arbeitsleistung sofort begeistert und hat mir sogar übergangsweise ein Zimmer vermittelt, in dem ich wohnen kann bis ich eine Zwei-Zimmer-Wohnung gefunden habe”, so Thomas B.

“Vom Jobcenter bin ich dabei wirklich sehr gut unterstützt worden. Als ich von meiner Bewerbung und dem Praktikumsplatz berichtet habe wurde ich sofort super beraten. Während der einen Woche des Praktikums habe ich im Hotel gewohnt. Dabei musste ich zwar in Vorleistung gehen, aber schon nach zwei Tagen habe ich die Kosten vom Jobcenter erstattet bekommen. Und auch auf alle meine Anfragen hat das Team des Jobcenters sehr schnell reagiert. Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn man wirklich arbeiten will und Eigeninitiative zeigt, wird man auch sehr gut unterstützt”, so Thomas B.

Sein Arbeitgeber bekommt nun zwölf Monate lang einen Eingliederungszuschuss vom Jobcenter der Stadt Kaiserslautern. Darüber hinaus erhält Thomas B. sechs Monate lang Einstiegsgeld. Außerdem hat das Jobcenter auch die Kosten für seinen Umzug übernommen. fsc

Weitere Informationen und Kontakt:
Jobcenter Stadt Kaiserslautern
Guimaraes-Platz 3
67655 Kaiserslautern
Telefon: 0631 37091-0
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Niemand soll „aussen vor“ bleiben – Chancengleichheit für alle Kinder

Kein Kind soll „außen vor“ bleiben – Foto: panthermedia/Jobcenter Stadt Kaiserslautern, hochgeladen von Frank Schäfer

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Oft ist es für Eltern, die auf Unterstützungsleistungen angewiesen sind, nicht leicht, ihren Kindern die gleichen Möglichkeiten in der Freizeit oder in der Schule zu bieten wie Kindern aus Familien mit höheren Einkommen. Doch Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien haben einen Anspruch auf die Teilhabe bei Tagesausflügen, beim Mittagessen in Kita und Schule sowie bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen und Gruppen. In solchen Fällen können die Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, kurz BuT, weiterhelfen. Egal, ob der reguläre Lohn sehr niedrig ist oder staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld II, Kinderzuschlag, Sozialgeld, Sozialhilfe, Wohngeld oder Asylbewerberleistungen bezogen werden – Kinder sollen nicht die Leidtragenden sein.

In dieser Situation sind aktuell auch Angelika G. und ihre siebenjährige Tochter Lilea aus Kaiserslautern. “Durch meine Trennung war ich plötzlich auf Null und war auf Unterstützung angewiesen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters haben mir schnell und unkompliziert geholfen. Ich hab dort sehr viel Unterstützung bekommen”, berichtet die 45-jährige. “Es gab einen Zuschuss für die Tanzschule, die meine Tochter besucht, und auch die Kosten für die Mittagsverpflegung in der Kita wurden übernommen. Ich habe einen Antrag gestellt, der sehr schnell bearbeitet wurde.” Seit Mitte Juli arbeitet Angelika G. wieder in Teilzeit als Bürokraft in einem Kaiserslauterer Unternehmen.

“Wenn keine andere Stelle die Kosten übernimmt, kann beim nötigen Schulbedarf genauso wie bei den Geldern für Kita- und Schulausflügen oder bei der Schülerbeförderung geholfen werden”, erklärt Steffen Schmiedtke, Fachmann für Leistungsfragen beim Jobcenter der Stadt Kaiserslautern. „Damit kann eine nötige Lernförderung in Form von Nachhilfe gezahlt werden und auch die Mittagsverpflegung in den Schulen und Kindertagesstätten. Darüber hinaus werden auch Leistungen gewährt für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, wie beispielsweise Mitgliedbeiträge für Vereine. Das sind bis zu 15 Euro im Monat”, so Steffen Schmiedtke.

Wer Arbeitslosengeld II bezieht, muss neben einem Haupt- oder Weiterbewilligungsantrag keinen weiteren Antrag mehr stellen, sondern nur die angefallenen Kosten nachweisen. Beim Bezug der anderen staatlichen Leistungen helfen die zuständigen Stellen. fsc

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„Ich kann nicht mehr aufhören…“

Foto: RODNAE Productions von Pexels

Anzeichen von Glücksspielsucht und Computerspielabhängigkeit zu erkennen, mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen und an Netzwerkpartner verweisen zu können – das war der Wunsch, weshalb Vertreterinnen und Vertreter des Jobcenters der Stadt Kaiserslautern an einer Info-Veranstaltung teilgenommen haben.

Die Folgen der Sucht reichen von der Überschuldung über den Verlust von Arbeit und Familie/Freundeskreis bis zur schwerwiegenden Abhängigkeit, die mit Selbstmordgedanken einhergehen kann.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) veröffentlicht für Betroffene und ihre Angehörigen eine Übersicht der Beratungs- und Behandlungsangebote vor Ort über das Suchthilfeverzeichnis der DHS. Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. (FAGS) ist Mitgliedsverband der DHS und bietet Aufklärung, Fachberatung und Hilfe für Glücksspielsüchtige und ihre Angehörigen. Darunter ist in Kaiserslautern die Fachstelle Glücksspielsucht im Haus der Diakonie Kaiserslautern aufgeführt. Dort besteht das Angebot einer geleiteten Gruppe und dort werden auch Eltern zur Glücksspielsucht und Medienabhängigkeit beraten. Die Info-Veranstaltung für das Jobcenter wurde durch den Landesverband spielfrei24 e.V. durchgeführt (www.spielfrei24.de). Dieser Verband versteht sich als Netzwerk von Betroffenen. Sollten Anfragen aus Kaiserslautern dort ankommen, würde man eine Selbsthilfegruppe in der Stadt aufbauen. ps

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Schwieriger Weg in die Ausbildung

In Zeiten von Corona laufen viele Bewerbungsgespräche online ab – Foto: tumisu/pixabay

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Alltag in vielen Lebensbereichen verändert und auch auf den Arbeitsmarkt hat die Corona-Pandemie sehr starke Auswirkungen. In Zeiten von Kurzarbeit sind immer noch viele Unternehmen sehr zurückhaltend, was das Thema Ausbildung angeht. Daher ist es für viele Jugendliche aktuell besonders schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Sie stellen sich die Frage: Wie kann ich mich bewerben und wie läuft die Ausbildung in der Corona-Krise ab?

Mit diesen Herausforderungen sieht sich auch Georg Zilkowski aus Kaiserslautern konfrontiert. Der 22-Jährige hat erfolgreich sein Fachabitur absolviert, möchte nun eine Ausbildung zum Mediengestalter (Bild/Ton) beginnen und ist zurzeit auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. “Ich finde es spannend, mich kreativ zu betätigen. In meiner Freizeit schreibe ich Songs unter dem Künstlernamen genex_one und mache eigene Musikvideos dazu. Durch die Ausbildung würde ich gerne mein Hobby zum Beruf machen. Ich will mein Wissen erweitern und unter anderem auch die kaufmännische Seite kennenlernen”, so Georg Zilkowski. “Seit Dezember habe ich schon zahlreiche Bewerbungen verschickt und im Rahmen eines Praktikums in Saarbrücken erste Erfahrungen gemacht. Wegen der Corona-Pandemie laufen die Bewerbungsgespräche online ab. Vom Jobcenter bekomme ich regelmäßig Vermittlungsvorschläge, aber vieles finde ich auch durch meine eigene Internetrecherche. Außerdem hat mir das Jobcenter die Fahrtkosten zum Praktikum erstattet”, berichtet der 22-Jährige.

Digitale Möglichkeiten nutzen

“Wir versuchen aktuell alles, was möglich ist, um jungen Leuten zu helfen, die vom Jobcenter unterstützt werden und einen Ausbildungsplatz suchen. Wir bieten telefonische Beratung an und fördern Praktika, darüber hinaus hat Ende März die erste digitale Ausbildungsbörse der Jugendberufsagentur Kaiserslautern stattgefunden”, berichtet Marcel Bemme von der Jugendberufsagentur des Jobcenters Stadt Kaiserslautern. Selbstverständlich kann man sich auch in Zeiten von Corona für eine Ausbildung bewerben. Und das sollte man auch auf jeden Fall tun. Zwar sind klassische Bewerbungsgespräche nach wie vor schwierig, aber auch mithilfe einer Online-Bewerbung und einem Videointerview kann sich der Bewerber gut präsentieren. Positiv ist, dass trotz der Corona-Krise in der Westpfalz nach wie vor stark ausgebildet wird. “Es kommt natürlich auch immer auf die jeweilige Branche an: In der Pflege und im Handwerk ist es einfacher, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Im Gastro- und Hotelgewerbe sowie im Bereich Tourismus ist es natürlich aktuell besonders schwer”, so Marcel Bemme.

Jugendberufsagentur bietet Unterstützung

Für Menschen, die keine Berufsausbildung absolviert oder abgeschlossen haben, ist die Jobsuche besonders schwer. Damit sie dauerhaft bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, bietet die Jugendberufsagentur Unterstützung auf dem Weg zu einem Berufsabschluss. Sie berät und integriert junge Menschen unter 25 vor und während einer Ausbildung. Den Jugendberufsagenturen liegt die Idee zugrunde, die Kompetenzen der zuständigen Institutionen enger zu verzahnen und zu koordinieren. Junge Menschen sollen so „wie aus einer Hand“ unterstützt werden. Diese Idee hat sich mittlerweile in ganz Deutschland etabliert. fsc

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Weiterbildung mithilfe des Jobcenters

Mehmet und Oya Yapar mit ihrer Mitarbeiterin Sarah Hoffmann (Mitte) – Foto: Frank Schäfer

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Anfang Juni beginnt Sarah Hoffmann aus Kaiserslautern ihre Weiterbildung zur Verkäuferin. „Ich freu mich schon riesig darauf. Mithilfe des Jobcenters komme ich jetzt doch noch dazu, meine Ausbildung zu machen“, so die 27-Jährige. Das geht natürlich nur mit dem Einverständnis des Arbeitgebers. „Wir wissen, wie wichtig eine abgeschlossene Berufsausbildung ist und unterstützen sie gerne dabei“, betonen Oya und Mehmet Yapar vom Café & Snack „Oja“ in der Pirmasenser Straße, wo Sarah Hoffmann bereits seit drei Jahren als ungelernte Arbeitskraft tätig ist.

Die 14-monatige Weiterbildung erfolgt in Teilzeit: morgens findet der Unterricht beim Bildungsträger statt und am Nachmittag arbeitet sie weiterhin im Café. Ihre Berufserfahrung wird als Praxisteil anerkannt, so dass sie nur noch die Theorieprüfung absolvieren muss. „Am Ende der Weiterbildung steht die sogenannte Externenprüfung durch die IHK. Der Abschluss ist gleichwertig mit der normalen Berufsausbildung. Da sie noch keinen Berufsabschluss hat, übernimmt das Jobcenter die kompletten Kosten der Weiterbildung“, erklärt Georg Köser vom Jobcenter Stadt Kaiserslautern.

Von der Digitalisierung profitieren

Die Wirtschaft unterliegt ständigen Veränderungen. Um auch weiterhin zukunftsorientiert agieren zu können, ist es für Unternehmen unabdingbar, in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Mit dem Programm WEITER.BILDUNG! unterstützt das Jobcenter Stadt Kaiserslautern Unternehmen dabei, das Wissen und die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit passenden Qualifizierungsangeboten auszubauen.
Im Zuge der Digitalisierung verändern sich Berufe und es entstehen neue Tätigkeitsfelder. Durch die neuen Technologien bieten sich zahlreiche unternehmerische Chancen, aber auch Herausforderungen. WEITER.BILDUNG! erleichtert den Übergang in neue Aufgabengebiete und bereitet auf eine weitere Digitalisierung in der Arbeitswelt vor. So können Unternehmen die Expertise ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin optimal nutzen.

Chancen für Geringqualifizierte

Die Nachfrage nach gut qualifizierten Fachkräfte steigt. Unternehmen, die neue Wege gehen, um ihren Personalbedarf zu sichern, können die WEITER.BILDUNG! Des Jobcenters nutzen, um auch geringqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fachkräften zu machen.

Attraktive Zuschüsse nutzen

Neben einer individuellen Qualifizierungsberatung bietet WEITER.BILDUNG! den Zuschuss zu den Lehrgangskosten: Es können zwischen 15 und 100 Prozent der Lehrgangskosten übernommen werden. Außerdem können zwischen 25 und 100 Prozent des Arbeitsentgelts während der Weiterbildung übernommen werden.
Der Arbeitgeber-Service des Jobcenters unterstützt Unternehmen bei der Analyse ihrer aktuellen Personalstruktur und des künftigen Personalbedarfs, bei der Identifizierung der Entwicklungspotenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie bei der Erhebung konkreter Weiterbildungsbedarfe. Darüber hinaus hilft der Arbeitgeber-Service auch bei der Planung und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen, bei der Qualifizierung der Beschäftigten während Kurzarbeit sowie bei der Beantragung der Förderleistungen (für die Förderung von mehreren Beschäftigten ist nur ein Antrag erforderlich). Die Weiterbildung der Beschäftigten kann nur gefördert werden, wenn die Maßnahme mehr als 120 Stunden dauert. Bei der Durchführung der Qualifizierung ist das jeweilige Unternehmen flexibel, zum Beispiel bei den Schulungszeiten (Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend). fsc

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Unverschuldet in Not geraten

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Geschäftsschließungen und Kontaktbeschränkungen sind zahlreiche Gastronomen, Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer unverschuldet in eine Notsituation geraten. Ohne Einnahmen können viele ihre laufenden Kosten nicht mehr decken. Oft bleibt nur die Beantragung der Grundsicherung beim Jobcenter als letzte Möglichkeit, um diese Krise irgendwie zu überstehen.

Steffen Schmiedtke, Fachmann für Leistungsfragen beim Jobcenter Stadt Kaiserslautern – Foto: Frank Schäfer

“Wenn ich mein Geschäft schließen muss, habe ich auch keinen Umsatz und kein Einkommen mehr”, berichtet eine Unternehmerin aus Kaiserslautern, die von den Lockdowns betroffen ist und von Dezember 2020 bis Mai 2021 Unterstützung durch das Jobcenter bekommt, um diese schwierige Zeit zu überstehen. “Das ist auch eine große psychische Belastung, wenn man nicht weiß, wie es weitergehen soll. Vom Team des Jobcenters fühle ich mich sehr gut beraten und betreut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr freundlich und haben mir in mehreren Gesprächen sehr viel erklärt”, berichtet sie. “Ich habe einen vereinfachten Antrag gestellt, der geprüft wurde. Einzelne Unterlagen musste ich noch nachreichen; ich habe aber relativ zeitnah das Geld bekommen. Das verlief alles ganz reibungslos”, erinnert sie sich.

Rund 160 neue Fälle unter den Selbstständigen

“Corona hat uns rund 160 neue Fälle gebracht, allein unter den Selbstständigen”, berichtet Steffen Schmiedtke, Fachmann für Leistungsfragen beim Jobcenter Stadt Kaiserslautern. „Viele von ihnen kommen aus dem Bereich Gastronomie und aus dem Friseurhandwerk. Bei den Friseuren, die ja mittlerweile wieder arbeiten dürfen, wurden fast alle Anträge schon wieder aufgehoben. Das heißt, sobald die Leute ihr Geschäft wieder öffnen dürfen, sind sie auch nicht mehr auf Unterstützung angewiesen”, so Schmiedtke. “Wer im Haupterwerb selbstständig tätig war und nun Leistungen der Grundsicherung bekommt, muss nicht seine Selbstständigkeit aufgeben. Das vermittlerische Angebot des Jobcenters ist vielmehr auf die Stabilisierung der selbständigen Tätigkeit ausgerichtet”, stellt Steffen Schmiedtke klar.

Sozialschutzpakete der Bundesregierung

Zur Abfederung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung mehrere Sozialschutzpakete beschlossen, damit Menschen mit ihren finanziellen Sorgen in der Corona-Krise nicht allein gelassen werden. Dazu gehörte etwa im Rahmen des ersten Sozialschutzpakets vom März 2020 der erleichterte Zugang zu Leistungen der sozialen Grundsicherung und eine befristete Aussetzung der Berücksichtigung von Vermögen.
Damit Bürgerinnen und Bürger, die weiterhin unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie leiden, auch künftig möglichst einfach und schnell die nötige Unterstützung für ihren Lebensunterhalt bekommen, wurde der erleichterte Zugang zu den sozialen Mindestsicherungssystemen bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Das heißt beispielsweise, dass weiterhin die tatsächlichen Aufwendungen für die Unterkunftskosten übernommen werden, sodass niemand pandemiebedingt seine Wohnung aufgeben muss. Darüber hinaus wird die Vermögensprüfung weiterhin nur eingeschränkt durchgeführt. Vermögen, das zum Beispiel für das Alter zurückgelegt wurde, muss nicht aufgebraucht werden, um Lebensunterhaltsleistungen zu erhalten.
Wer Fragen zu den Themen Grundsicherung und Selbstständigkeit hat, kann sich unter der 0631 370910 an das Service-Center des Jobcenters Stadt Kaiserslautern wenden. (fsc)

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Erstmals als digitales Angebot

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Traditionell veranstaltet die Jugendberufsagentur Kaiserslautern zweimal jährlich eine Ausbildungsbörse, um Jugendliche und junge Erwachsene beim Start in die Arbeitswelt zu unterstützen. In der Vergangenheit fanden diese Veranstaltungen immer in den Räumlichkeiten in der Karl-Marx-Straße statt.

Bei der Ausbildungsbörse kommen die unterschiedlichsten Medien zum Einsatz – Foto: Jobcenter Stadt Kaiserslautern

Unterschiedlichste Medien kommen zum Einsatz

Allerdings musste nun in diesem Jahr, aufgrund der aktuellen Corona-Situation und den damit verbundenen Regelungen, umgedacht werden, da eine Einladung der Teilnehmer in die Jugendberufsagentur unmöglich war. Ganz verzichten wollte man auf die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe jedoch nicht. Schnell war die Entscheidung getroffen, die erste Ausbildungsbörse in 2021 stattdessen in digitaler Form stattfinden zu lassen. Dabei sollen unterschiedlichste Medien zum Einsatz kommen. So entsteht aktuell zum Beispiel eine Video-Reihe mit nützlichen Tipps zum Thema Ausbildungssuche, welche im Rahmen der Börse auf YouTube veröffentlicht wird.

Einblick in verschiedene Berufsfelder

Auch digitale Betriebsbesuche, zum Teil in Live-Streams, sind geplant, um einen Einblick in verschiedene Berufsfelder zu geben. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch ein Live-Beratungsangebot der Berufsberatung sowie die Bereitstellung einer Vielzahl von noch offenen Ausbildungsstellen, die abgerufen werden können.

Jetzt auf der Homepage anmelden

Die erste digitale Ausbildungsbörse der Jugendberufsagentur Kaiserslautern findet am 30. und 31. März 2021 statt. Bereits jetzt besteht die Möglichkeit, sich auf der Veranstaltungshomepage http://www.jba-kl.de für einen Newsletter anzumelden, um keine aktuellen Informationen zum Programm und zur Veranstaltung zu versäumen.(ps)

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Weitere Informationen:
Weitere Infos sowie einen Blick hinter die Kulissen der Vorbereitungen findet man zudem wöchentlich auf den Social-Media-Kanälen der Jugendberufsagentur.
Instagram: www.instagram.com/jba_kl
Facebook: www.facebook.com/jugendberufsagenturkl

Schnell und direkt

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Bisher war es so, dass man ausgefüllte Formulare persönlich beim Jobcenter abgegeben oder mit der Post verschickt hat. Das muss nicht mehr sein. Egal, ob es um einen Antrag auf Weiterbewilligung des Arbeitslosengelds II geht, um Veränderungen der persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder um den Nachrichtenaustausch mit dem Jobcenter – mit www.jobcenter.digital lassen sich viele Anliegen schnell und direkt online erledigen.

Mit www.jobcenter.digital lassen sich viele Anliegen schnell und direkt online erledigen – Foto: Ralf Vester

Anmelden im digitalen Servicebereich des Jobcenters Kaiserslautern leicht gemacht

Mit den persönlichen Zugangsdaten kann man sich auf www.jobcenter.digital im eigenen Bereich anmelden. Dazu benötigt man ein aktiviertes Benutzerkonto. Nach einer erfolgreichen Registrierung ist der Login möglich und man kann das Online-Angebot nutzen.
Wer noch keine Zugangsdaten für sein passwortgeschütztes Benutzerkonto hat, kann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach persönlich im Jobcenter ansprechen und entweder Personalausweis, Reisepass mit Meldebescheinigung oder Aufenthaltstitel mitbringen. Alternativ ist auch eine eigenständige Registrierung online möglich. Man bekommt anschließend eine PIN per Brief zugeschickt. So erhält man alle relevanten Informationen zum Zugang sowie der Freischaltung und kann dann im Anschluss den vollen Funktionsumfang von www.jobcenter.digital nutzen.

Nachweise einfach hochladen

Mit www.jobcenter.digital hat man online auch die Möglichkeit, Unterlagen ein- bzw. nachzureichen und passende Stellenangebote zu suchen. So können über die Plattform Veränderungen mitgeteilt und erforderliche Nachweise in Form von Dateien, wie zum Beispiel JPEG oder PDF hochgeladen werden. Nach erfolgreichem Versand eines Online-Weiterbewilligungsantrages, kann man diesen jederzeit online einsehen und als PDF runterladen. Außerdem können über das Online-Angebot auch Informationen zu unterschiedlichen Themengebieten wie zum Beispiel Familie, Gesundheit und Weiterbildung gesucht werden.

Schnell und sicher: der Postfachservice

Mit der Postfachfunktion hat man die Möglichkeit, flexibel, schnell und sicher in einem geschlossenen System mit dem Jobcenter zu kommunizieren. Die jeweiligen Adressaten sind für die Anliegen bereits hinterlegt, so dass die Nachrichten und Unterlagen immer gleich bei dem richtigen Empfänger ankommen.

Informationen rund ums Arbeitslosengeld II

Wer sich über die Themen Arbeit, finanzielle Hilfen und Familie informieren will, findet auf www.jobcenter.digital viele nützliche Hinweise. Mittels individueller Erfolgsgeschichten erhält man neue Einblicke und Empfehlungen für die Arbeitssuche. Welche finanziellen Leistungen kann ich erhalten? Welche Rechte und Pflichten habe ich? Wie finde ich Arbeit, die zu mir passt? Diese und weitere Fragen werden ebenfalls auf der Online-Plattform beantwortet.

Vorteile von www.jobcenter.digital

Egal, ob vom heimischen Computer, vom Tablet oder vom Smartphone aus – Nutzer des Online-Angebots profitieren gleich von mehreren Vorteilen: Die Nutzung spart nicht nur Zeit, sondern auch Portokosten. Man muss sich nicht mehr unbedingt auf den Weg zum Jobcenter machen und dort eventuelle Wartezeiten in Kauf nehmen. Unterlagen können einfach gescannt, hochgeladen und versendet werden, und dies zeit- und ortsunabhängig. „Ich nutze www.jobcenter.digital regelmäßig für die Stellensuche und habe durchweg gute Erfahrungen damit gemacht“, berichtet Christian K. aus Kaiserslautern. „Die Online-Plattform ist leicht zu bedienen und sehr übersichtlich gestaltet. Man sieht alles gleich auf den ersten Blick.“
„Eine gute Innovation“, findet auch Gyongyi B. „Für mich bedeutet www.jobcenter.digital auf jeden Fall eine Erleichterung. So spare ich mir den Weg zum Jobcenter, wenn ich einfach nur mal was abgeben muss. Ich nutze die Online-Plattform auch für Weiterbewilligungsanträge und zum Verschicken von E-Mails. Das klappt sehr gut.“ fsc

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Weitere Informationen und Kontakt:
Jobcenter Stadt Kaiserslautern
Guimaraes-Platz 3
67655 Kaiserslautern
Telefon: 0631 37091-0
E-Mail: Jobcenter-Stadt-Kaiserslautern@jobcenter-ge.de

Instagram: www.instagram.com/jba_kl/

Instagram

Wieviel Geld bekommt man eigentlich vom Jobcenter?

Zum 1. Januar 2021 wurden die Regelsätze für das Arbeitslosengeld II erhöht. Dies kommt auch Theresa Hanzen aus Kaiserslautern zugute. Die alleinerziehende Mutter hat zwei Kinder im Alter von drei und vier Jahren und erhält seit deren Geburt die Grundsicherung vom Jobcenter. Zurzeit wartet sie darauf, dass ihre Umschulung zur Einzelhandelskauffrau beginnt. “Im Februar soll’s losgehen”, freut sich die junge Mutter. Als Grundsicherung erhält sie nun 446 Euro monatlich. Hinzu kommen für die Kinder jeweils 283 Euro, das Kindergeld und der Unterhaltsvorschuss werden damit verrechnet. Die 555 Euro für Miete und Nebenkosten werden vom Jobcenter direkt an den Vermieter gezahlt.

Theresa Hanzen aus Kaiserslautern mit ihren beiden Kindern – Foto: Hanzen

Sehr genau haushalten

“Es ist schon sehr wenig. Aber es kommt auch darauf an, wie man mit dem Geld umgeht”, berichtet Theresa Hanzen. “Man muss sehr genau haushalten und sich das Geld gut einteilen. Ich drehe jeden Cent zehn Mal um, bevor ich ihn ausgebe. Beim Einkaufen achte ich immer darauf, was gerade günstig ist und nutze oft Sonderangebote. Dabei hilft mir auch die App kaufDa. Außerdem habe ich den Stromanbieter gewechselt, um Energiekosten zu sparen. Manchmal bleibt am Ende des Monats noch was übrig. Das Geld spare ich, um irgendwann den Führerschein zu machen.”

Kostenübernahme für Nachhilfeunterricht und Klassenfahrten

Leistungsempfänger, die Kinder im schulpflichtigen Alter haben, können die Übernahme bestimmter Ausgaben beim Jobcenter beantragen. “Auf Antrag übernimmt das Jobcenter die Kosten für Nachhilfeunterricht oder Klassenfahrten. Schulbücher kann man entweder ausleihen, oder – wenn dies nicht möglich ist – die Kostenübernahme beim Schulamt der Stadtverwaltung beantragen”, erklärt Steffen Schmiedtke, Fachmann für Leistungsfragen beim Jobcenter Stadt Kaiserslautern.

Kleinkinder und Jugendliche profitieren am meisten

Mit der Anhebung der Regelsätze erhalten volljährige Einzelpersonen nun 446 Euro monatlich und damit 14 Euro mehr. Volljährige Partner in einer Bedarfsgemeinschaft erhalten 401 Euro (+12 Euro), volljährige Kinder bis zum 24. Lebensjahr 357 Euro (+12 Euro), Kinder zwischen 14 und 17 Jahren 373 Euro (+45 Euro), Kinder zwischen 6 und 13 Jahren 309 Euro (+1 Euro) und Kinder zwischen 0 und 5 Jahren 283 Euro (+33 Euro). Damit profitieren Kleinkinder und Jugendliche am meisten von der Erhöhung. Die Erhöhung für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren fällt am geringsten aus, jedoch hatte diese Altersgruppe bereits bei der letzten Erhöhung 2018 überdurchschnittlich profitiert. Damals betrug der Anstieg 21 Euro.

Der persönliche Schulbedarf wurde ebenfalls angepasst. Die automatisch bewilligte Leistung stieg von 150 Euro auf 154,50 Euro. Die Auszahlung dieser Leistung erfolgt im Februar in Höhe von 51,50 Euro und zu Beginn des neuen Schuljahres im August in Höhe von 103 Euro.

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Zurück ins Arbeitsleben nach langer Arbeitslosigkeit

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit ist Sylvia Henn aus Kaiserslautern auf dem Weg zurück ins Arbeitsleben. Im Rahmen eines Förderprogramms des Jobcenters Stadt Kaiserslautern arbeitet die 49-Jährige im Tagungs- und Freizeithaus Galappmühle. Betreiber ist das Arbeits- und sozialpädagogische Zentrum (ASZ).

Willi Schattner, Dagmar Kern, Allana Vogt, Sylvia Henn und Cornelia Löwentraut (von links) – Foto: Frank Schäfer

“Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß. Mit dem freundlichen Team verstehe ich mich bestens. Am liebsten würde ich hier einziehen”, freut sich Sylvia Henn. Zu ihren Aufgaben gehört es, Veranstaltungen vorzubereiten; sie übernimmt Küchenarbeiten und ist für die Reinigung und Kontrolle der Zimmer zuständig. “Auf einer großen Anlage wie dieser gibt es immer was zu tun”, weiß die 49-Jährige. Sie ist eine der ersten, die seit Beginn im Januar 2019 an dem Förderprogramm teilnehmen. Vorher war sie bereits im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit im Tagungs- und Freizeithaus Galappmühle tätig.

Die gute Seele des Hauses

Auch Willi Schattner, Geschäftsführer des ASZ, zeigt sich äußerst zufrieden mit seiner Mitarbeiterin: “Schon damals hat sie richtig gut mitgearbeitet. Heute ist Sylvia Henn die gute Seele des Hauses.” 18 Mitarbeiter sind aktuell im Rahmen des Förderprogramms beim ASZ in Kaiserslautern beschäftigt, fünf von ihnen arbeiten im Tagungs- und Freizeithaus Galappmühle. “Uns geht es darum, die Leute wirklich zu integrieren. Aus unserer Sicht ist das Projekt ein Erfolgsmodell. Die Leute engagieren sich und nehmen an Weiterbildungen teil. Im Frühjahr haben Teilnehmer des Förderprogramms Mund-Nasen-Schutzmasken genäht und Plexiglasschilder gebaut. Einige von ihnen engagieren sich auch als Einkaufshilfe für ältere Leute”, berichtet Willi Schattner.

Teilhabe am Arbeitsmarkt und Eingliederung von Langzeitarbeitslosen

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass Menschen, die schon sehr lange arbeitslos sind, wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnet wird. Hierfür trat am 1. Januar 2019 das Teilhabechancengesetz in Kraft, das die Aufnahme von zwei neuen Förderinstrumenten vorsieht. Kernelemente des Gesetzes sind die “Teilhabe am Arbeitsmarkt” und die “Eingliederung von Langzeitarbeitslosen” durch die Förderung von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Menschen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben und innerhalb der letzten sieben Jahre mindestens sechs Jahre Arbeitslosengeld II beziehen. “Im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit erhält der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt: in den ersten beiden Jahren übernimmt das Jobcenter 100 Prozent des Tariflohns; in jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um zehn Prozentpunkte gekürzt. Die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre”, erklärt Cornelia Löwentraut, Arbeitsvermittlerin beim Jobcenter Stadt Kaiserslautern. “Teilnehmende und Arbeitgeber werden bei Fragen und Problemen auf jeden Fall regelmäßig durch ein Projektteam des Jobcenters unterstützt und betreut, wenn notwendig auch während der gesamten Förderung”, so Cornelia Löwentraut.

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Ganzheitliche Unterstützung

 

Jobcenter Stadt Kaiserslautern. Wer vom Jobcenter Stadt Kaiserslautern finanziell unterstützt wird, wird auch regelmäßig beraten. Arbeitsvermittlerinnen und Fallmanager begleiten auf dem Weg zurück in die Beschäftigung. Bislang erfolgt die organisatorische Zuordnung der Kunden nach dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens. In Patchwork-Familien war es möglich, dass Personen aus einer Familie von unterschiedlichen Beratern betreut wurden. Das wird sich durch die zukünftige Organisation ändern. Ab 10. Dezember stellt das Jobcenter auf die ganzheitliche Betreuung von Bedarfsgemeinschaften um.

Mit der zielgerichteten und ganzheitlichen Unterstützung, Aktivierung und Förderung der Bedarfsgemeinschaft werden Lösungen für die ganze Familie – Foto: Schäfer

Als Bedarfsgemeinschaft (BG) bezeichnet man einfach alle Personen, die in einem Haushalt zusammenleben und gemeinsam wirtschaften. Die erwachsenen Personen mit unterschiedlichen Nachnamen werden nicht mehr von verschiedenen Arbeitsvermittlern oder gar in unterschiedlichen Teams betreut. Mit der Umstellung auf „BG-Betreuung“ werden alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft von einer Integrationsfachkraft betreut. Ausgenommen sind Kinder unter 25 Jahren, deren Betreuung verbleibt bei der Jugendberufsagentur.

Aus eigenen Mitteln und Kräften

Der gesetzliche Auftrag des Jobcenters ist es, dazu beizutragen, dass die Bedarfsgemeinschaft (bestehend aus dem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, ggf. weiteren Erwachsenen und zudem im Haushalt lebenden, unverheirateten Kindern unter 25 Jahren oder gar Großeltern) ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften – unabhängig von der Grundsicherung – bestreiten können.

Ganzheitliche Unterstützung, Aktivierung und Förderung

Die zukünftige Integrationsunterstützung geht nicht mehr auf die Einzelperson zu. Mit der zielgerichteten und ganzheitlichen Unterstützung, Aktivierung und Förderung der Bedarfsgemeinschaft werden Lösungen für die ganze Familie erarbeitet. Es kann sein, dass eine neue Beschäftigung aufgenommen werden soll, oder aber mit der bestehenden Arbeit mehr Einkommen erzielt wird.
Am guten Ende sollen die Familien genügend Geld verdienen, damit sie nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen sind.

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Arbeitgeber als Chancengeber

Einstiegsqualifizierung zur Ausbildung

Gelungene Einstiegsqualifizierung zur Berufsausbildung, unterstützt vom Jobcenter Kaiserslautern: Behzad Salimy und sein Chef Jürgen Eicher – Foto: Schäfer

Vor rund fünf Jahren kam der 26-jährige Behzad Salimy aus dem Iran nach Deutschland. Nicht nur die deutsche Sprache hat er in dieser Zeit gelernt: Inzwischen macht er auch im zweiten Lehrjahr eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Möglich wurde dieser Schritt durch die vorherige Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung. Das Jobcenter Kaiserslautern sucht weitere Arbeitgeber aus der Region, die jungen Menschen den Einstieg in die Berufsausbildung ermöglichen möchten.

Langzeitpraktikum vermittelt erste Grundlagen des Ausbildungsberufs

Die Einstiegsqualifizierung ist ein sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum, das zwischen sechs und zwölf Monate dauert und erste Grundlagen des gewählten Ausbildungsberufes vermitteln soll. Die Inhalte orientieren sich dabei an denen des ersten Ausbildungsjahres und auch der Besuch der Berufsschule gehört dazu. Zusätzlich werden Betrieb und Teilnehmer während der Zeit der Einstiegsqualifizierung durch die zuständige Kammer betreut. So kann auch in Problemfällen schnell eingegriffen werden: „Im Rahmen der Einstiegsqualifizierung war ich zuerst acht Monate lang in einem Autohaus in Rodalben. Doch es war sehr umständlich, täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Kaiserslautern und Rodalben zu pendeln. Daher war ich sehr froh darüber, dass ich die Einstiegsqualifizierung im Autohaus Karl-Heinz Eicher in Otterbach fortsetzen konnte. Mittlerweile habe ich den Führerschein gemacht und habe ein eigenes Auto“, berichtet Behzad Salimy.

Einstiegsqualifizierung: Teilnehmende erhalten Vergütung, Sozialversicherung wird vom Jobcenter getragen

„Der Kontakt zum Jobcenter verlief unkompliziert, auch das Geld war pünktlich da“, so Firmeninhaber Karl-Heinz Eicher. Während der Teilnahme an der Einstiegsqualifizierung bekommen die Teilnehmer vom jeweiligen Betrieb eine Vergütung, die durch das Jobcenter bezuschusst werden kann. Auch die Sozialversicherungsbeiträge werden dabei durch das Jobcenter getragen. Im August endete Behzad Salimys Einstiegsqualifizierung. Mit Genehmigung der Handwerkskammer und in Absprache mit der Schule kann er nun, aufgrund der erbrachten guten Leistungen, seine Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr fortsetzen.

Jobcenter der Stadt Kaiserslautern vermittelt Betriebe und Ausbildungssuchende

Arbeitgeber, die einem jungen Menschen eine Chance im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung geben möchten, können sich gerne beim Jobcenter Stadt Kaiserslautern melden.

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Jugendberufsagentur: 
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Mit Bewerbung per Kurzvideo zum neuen Job


In kurzen Videos stellen sich die Bewerberinnen und Bewerber potenziellen Arbeitgebern in Kaiserslautern vor. – Foto: Frank Schäfer

Jobcenter Stadt Kaiserslautern geht neue innovative Wege

Um Langzeitarbeitslose bei Arbeitgebern bekannt zu machen, geht das Jobcenter Stadt Kaiserslautern seit kurzem einen neuen innovativen Weg: In kurzen Videos stellen sich die Bewerberinnen und Bewerber potenziellen Arbeitgebern vor. Durch die Bewerbungsvideos sollen sich Personalverantwortliche von Kaiserslauterer Unternehmen angesprochen fühlen. Denn die Bewerbungsmappe selbst im Betrieb abzugeben, um dabei einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist in Zeiten Corona nicht möglich. In erster Linie sollen größere Unternehmen aus Kaiserslautern und Umgebung angesprochen werden.


In Bezug auf Auftreten und Kleidung werden die Bewerber vorab von dem Projektteam des Jobcenters Kaiserslautern beraten und vorbereitet. – Foto: Frank Schäfer

Persönlicher Eindruck per Video

Bei herkömmlichen Bewerbungen in Papierform oder per E-Mail können aus den verschiedensten Gründen falsche Eindrücke von den Personen entstehen. Es lassen sich zum Beispiel Brüche im Berufsleben auf Papier kaum erklären. Mit einem unklaren Lebenslauf rutscht die Bewerbung im Stapel aller Bewerbungen nach unten. Die Möglichkeit zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch haben die Bewerber dann oft gar nicht mehr. Daher geht man im Jobcenter Stadt Kaiserslautern nun einen neuen Weg und bietet den Arbeitsuchenden die Möglichkeit, sich in einem kurzen Video den Arbeitgebern zu präsentieren.

„Damit ist der erste persönliche Eindruck möglich, der häufig über den Verlauf des Bewerbungsverfahrens entscheidet“, erklärt Edeltraud Nikodemus, Geschäftsführerin des Jobcenters Kaiserslautern. Den Kundinnen und Kunden des Jobcenters ist es freigestellt, sich auf diese Weise zu bewerben. „Wir haben in Gruppenveranstaltungen für die Kurzfilme geworben und etwa 120 Kundinnen und Kunden angesprochen, von denen sich 80 dazu entschieden haben, mitzumachen. Die Leute sind sehr motiviert und engagiert. Unter ihnen sind auch junge Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen“, berichtet Teamleiterin Tanja Roth, die das Projekt organisatorisch begleitet.

In Bezug auf Auftreten und Kleidung werden die Bewerber vorab von dem Projektteam des Jobcenters beraten und vorbereitet. „Es ist eine ähnliche Situation wie bei einem Vorstellungsgespräch“, sagt Tanja Roth. Realisiert werden die Bewerbungsvideos von einem professionellen Filmteam.

Besonderheit des Jobcenters Stadt Kaiserslautern

„Das Arbeitsmarktgeschehen verändert sich ständig. Deswegen suchen wir nach Wegen, bestmöglich darauf zu reagieren. Sollten die Bewerbungsvideos auf Seiten der Arbeitgeber gut ankommen und einen positiven Effekt erzeugen, wird es einen zweiten Durchgang geben“, so Edeltraud Nikodemus. Bereits jetzt gibt es eine Warteliste mit weiteren Interessenten.

Interessierte Arbeitgeber können sich auf der Internetseite www.jobprofil-kaiserslautern.de die Profile der einzelnen Bewerberinnen und Bewerber ansehen.

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Von der Grundsicherung in den Job

Absolviert mit Hilfe des Jobcenters eine Ausbildung zum Fahrlehrer: Viktor Vasilev aus Kaiserslautern – Foto: Frank Schäfer

Nach zahlreichen Versuchen, beruflich Fuß zu fassen, hatte es Viktor Vasilev aus Kaiserslautern bisher nicht geschafft, dauerhaft aus der Grundsicherung raus zu kommen. Jetzt nimmt der 32-Jährige an einer Qualifizierungsmaßnahme des Jobcenters Kaiserslautern teil und absolviert zurzeit ein Praktikum bei einer Fahrschule. Noch ist er auf die Unterstützung des Jobcenters angewiesen, doch er hat schon jetzt die Zusage seines Arbeitgebers, dass er übernommen wird und fortan als Fahrlehrer arbeiten kann. Die Kosten für die Ausbildung übernimmt das Jobcenter.

Raus aus der Grundsicherung

Viktor Vasilev hat in Heidelberg Lehramt für Geschichte und Englisch studiert, doch das Studium nicht beendet. „Wenn man einmal aus dem Raster fällt, ist es schwer, beruflich Fuß zu fassen. Ich habe wirklich alles versucht, um einen Job zu finden. Rund 70 Bewerbungen habe ich geschrieben. Ich hab‘ mich unter anderem bei einem Discounter als Kassierer beworben – ohne Erfolg. Ich habe drei Monate lang befristet in München als Inventurhilfe gearbeitet und war als Krankheitsvertretung im Marketing bei einer Beratungsstelle tätig. Da war nach drei Monaten Schluss. Das war schon oft zum Verzweifeln“, erinnert sich Viktor Vasilev. „Für mich war klar: Ich wollte einen Job, von dem ich leben kann und der nicht auf wenige Monate befristet ist. Durch einen Freund hatte ich erfahren, dass es bei uns in der Region einen Mangel an Fahrlehrern gibt. Das würde passen! Sofort gab ich bei der Fahrschule „Fit for Drive“ hier in Kaiserslautern meine Bewerbung ab. Nach dem Bewerbungsgespräch bekam ich direkt eine schriftliche Zusage. Diese ist nötig, damit das Jobcenter fördern kann“, berichtet Vasilev. Der Test beim berufspsychologischen Dienst bestätigte die Entscheidung, damit konnte das Jobcenter den Zuschuss zur kostspieligen Qualifizierung geben.

Erste Prüfung bereits bestanden

Seine erste Prüfung hat Viktor Vasilev bereits Anfang Februar bestanden und besitzt jetzt den Fahrlehreranwärterschein. Derzeit macht er das viermonatige Praktikum, danach folgt dann die Lehrprobe. Wenn er diese erfolgreich besteht, hat er den Fahrlehrerschein in der Tasche. „Der Job ist echt toll und macht mir riesigen Spaß. Ich hab‘ täglich mit Menschen zu tun, denen ich was beibringen kann und bekomme dazu noch ein tolles Fahrschulauto zur Verfügung gestellt“, freut sich Viktor Vasilev.
Unkomplizierter und reibungsloser Kontakt
Auch Roland Theiss, Inhaber der Fahrschule „Fit for Drive“, zeigt sich sehr zufrieden: „Im Vorstellungsgespräch haben wir gleich gemerkt, dass das vom Charakter her passt und ihm direkt zugesagt. Auch der Kontakt mit dem Jobcenter verlief reibungslos, die Förderung der Ausbildung war zügig geklärt. Mit unserem neuen Mitarbeiter sind wir hoch zufrieden. Er ist sehr engagiert.“
Selbstbewusst zum Bewerbungsgespräch
Dass es in Deutschland die Grundsicherung gibt, findet Viktor Vasilev außerordentlich wichtig: „Ich bin so dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt. Selbst hätte ich diese Ausbildung nicht zahlen können. Überhaupt bin ich sehr froh, dass wir in Deutschland die Grundsicherung haben. Durch die Absicherung mit Arbeitslosengeld II konnte ich als selbstbewusster Mensch zum Bewerbungsgespräch gehen“, so der angehende Fahrlehrer. „Im Jobcenter Kaiserslautern bin ich immer gut betreut und als Mensch behandelt worden. Aber ich denke, es ist so wie überall: Wenn man mit einer positiven Grundstimmung auf die Leute zugeht, wird man ebenso höflich behandelt. Ich denke, man muss schon Eigeninitiative zeigen, um beruflich voran zu kommen“, ist sich Viktor Vasilev sicher.

Eigeninitiative ist gefragt

„Viktor Vasilev ist von Anfang an sehr motiviert gewesen und hat sich gefreut, wenn wir zusammen berufliche Perspektiven erörtert haben“, erinnert sich Arbeitsvermittlerin Christine Schumann. „Manche Leute, die zu uns kommen, haben falsche Erwartungen. Wir können einen nachteiligen Lebenslauf nun mal nicht wegzaubern.“

Hilfe in besonderen Lebenssituationen

Entgegen der allgemeinen Meinung sind beim Jobcenter Kaiserslautern nur 45 Prozent der erwachsenen Leistungsempfänger tatsächlich arbeitslos. „Es werden Menschen unterstützt, die sich in besonderen Lebenssituationen befinden. Mit den Sozialleistungen können Notlagen abgefedert werden“, berichtet Edeltraud Nikodemus, die Geschäftsführerin des Jobcenters Kaiserslautern. „Das Bild, dass beim Jobcenter nur Langzeitarbeitslose gemeldet sind, entspricht nicht unserer Wahrnehmung. Wir haben eine sehr hohe Fluktuation. Menschen brauchen oft nur Unterstützung für eine gewisse Zeit“. Im Rahmen einer Kundenbefragung wurden die Dienstleistungen des Jobcenters Kaiserslautern von den Kunden mit der Schulnote 2,16 bewertet.

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Jetzt durchstarten in Schule, Studium und Beruf

Jugendberufsagentur Kaiserslautern mit eigenem Instagram-Account

Für die Arbeit mit jungen Menschen bieten sich in Zeiten der Digitalisierung und der Sozialen Medien neue Chancen der Zusammenarbeit. Kontakte werden die Berater der Jugendberufsagentur Kaiserslautern nun zusätzlich über ihren eigenen Instagram-Account zu den Jugendlichen pflegen.

Diese werden das Angebot, dort abgeholt zu werden, wo sie oftmals einen Großteil ihrer Freizeit verbringen, hoffentlich rege nutzen. Den jungen Erwachsenen sollen dadurch die Angebote der JBA (Jugendberufsagentur) bekannt gemacht werden. Durch den Einblick in die Arbeit der JBA kann ihnen der eventuelle Vorbehalt gegenüber Veranstaltungen und Beratungen in der Jugendberufsagentur genommen werden.

Instagram-Account stellt Aufgaben und Ansprechpartner der Jugendberufsagentur vor

Unter der Trägerschaft der Stadt Kaiserslautern und der Bundesagentur für Arbeit ist die Jugendberufsagentur ein Zusammenschluss aus der Arbeitsvermittlung für Menschen unter 25 Jahren des Jobcenters, der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und des Jugendamtes der Stadt Kaiserslautern. Auf dem Instagram-Account sollen die Aufgaben und Ansprechpartner der einzelnen Träger vorgestellt und somit greifbar gemacht werden.

Interessante Tipps für Ausbildung, Beruf und mehr

Der Kanal wird spannend und interaktiv gestaltet, um den Besuchern einen hohen zusätzlichen Nutzen zu bieten. In den spezifischen Beiträgen werden auf Instagram zum Beispiel die unterschiedlichen Förderinstrumente des Jobcenters für Menschen unter 25 Jahren behandelt. Aber auch ergänzende Themen, die über die Berufswelt hinausgehen, sind in Planung. So ist eine Reihe angedacht, die interessante Tipps bieten soll und eher auf die Stärkung der Persönlichkeit und die Gesundheitsförderung abzielt, wie etwa Fitness-Tipps, Beiträge zur gesunden Ernährung, sowie Spartricks und Ideen für ein kollegiales Miteinander in der Berufswelt.

Zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation

Da auch Veranstaltungen, wie beispielsweise die Ausbildungsbörse, von der Jugendberufsagentur durchgeführt werden, ist eine Erweiterung des Portfolios durch Instagram-Stories, Story-Highlights, sowie Live-Schaltungen möglich. Der Zugewinn für die Konsumenten ergibt sich hierbei aus den vielen Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation. So könnten in Zukunft über die Storyfunktion beispielsweise auch Fragerunden angeboten werden.
Der Instagram-Kanal startet ab dem 17. Juli und ist unter der Adresse instagram.com/jba_kl abrufbar. Betrieben wird der Kanal hauptsächlich von Marcel Bemme, der seit einem Jahr Berater in der Jugendberufsagentur Kaiserslautern ist.

Jugendberufsagentur – von der Berufswahl bis zu Problemen in der Schule

Die Jugendberufsagentur Kaiserslautern bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen Beratung, Vermittlung und Unterstützung an, wenn es um die Berufswahl oder die Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz geht. Aber auch bei Problemen in der Schule, während der Ausbildung, im Beruf oder im Elternhaus bietet die Jugendberufsagentur ihre Hilfe an.

Erreichbarkeit:
Öffnungszeiten:
Montag: 8 bis 12.30 Uhr
Dienstag: 8 bis 12.30 Uhr
Mittwoch: 8 bis 12.30 Uhr
Donnerstag: 8 bis 12.30 Uhr
Freitag: 8 bis 12.30 Uhr

Kontakt:
Jugendberufsagentur Kaiserslautern
Karl-Marx-Straße 13 (Nähe Stiftsplatz)
67655 Kaiserslautern
Telefon: 0631 37091-0

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