Mit Bewerbung per Kurzvideo zum neuen Job

Jobcenter Stadt Kaiserslautern geht neue innovative Wege

Um Langzeitarbeitslose bei Arbeitgebern bekannt zu machen, geht das Jobcenter Stadt Kaiserslautern seit kurzem einen neuen innovativen Weg: In kurzen Videos stellen sich die Bewerberinnen und Bewerber potenziellen Arbeitgebern vor. Durch die Bewerbungsvideos sollen sich Personalverantwortliche von Kaiserslauterer Unternehmen angesprochen fühlen. Denn die Bewerbungsmappe selbst im Betrieb abzugeben, um dabei einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist in Zeiten Corona nicht möglich. In erster Linie sollen größere Unternehmen aus Kaiserslautern und Umgebung angesprochen werden.

Persönlicher Eindruck per Video
Bei herkömmlichen Bewerbungen in Papierform oder per E-Mail können aus den verschiedensten Gründen falsche Eindrücke von den Personen entstehen. Es lassen sich zum Beispiel Brüche im Berufsleben auf Papier kaum erklären. Mit einem unklaren Lebenslauf rutscht die Bewerbung im Stapel aller Bewerbungen nach unten. Die Möglichkeit zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch haben die Bewerber dann oft gar nicht mehr. Daher geht man im Jobcenter Stadt Kaiserslautern nun einen neuen Weg und bietet den Arbeitsuchenden die Möglichkeit, sich in einem kurzen Video den Arbeitgebern zu präsentieren.

„Damit ist der erste persönliche Eindruck möglich, der häufig über den Verlauf des Bewerbungsverfahrens entscheidet“, erklärt Edeltraud Nikodemus, Geschäftsführerin des Jobcenters Kaiserslautern. Den Kundinnen und Kunden des Jobcenters ist es freigestellt, sich auf diese Weise zu bewerben. „Wir haben in Gruppenveranstaltungen für die Kurzfilme geworben und etwa 120 Kundinnen und Kunden angesprochen, von denen sich 80 dazu entschieden haben, mitzumachen. Die Leute sind sehr motiviert und engagiert. Unter ihnen sind auch junge Leute, die einen Ausbildungsplatz suchen“, berichtet Teamleiterin Tanja Roth, die das Projekt organisatorisch begleitet.

In Bezug auf Auftreten und Kleidung werden die Bewerber vorab von dem Projektteam des Jobcenters beraten und vorbereitet. „Es ist eine ähnliche Situation wie bei einem Vorstellungsgespräch“, sagt Tanja Roth. Realisiert werden die Bewerbungsvideos von einem professionellen Filmteam.

Besonderheit des Jobcenters Stadt Kaiserslautern
„Das Arbeitsmarktgeschehen verändert sich ständig. Deswegen suchen wir nach Wegen, bestmöglich darauf zu reagieren. Sollten die Bewerbungsvideos auf Seiten der Arbeitgeber gut ankommen und einen positiven Effekt erzeugen, wird es einen zweiten Durchgang geben“, so Edeltraud Nikodemus. Bereits jetzt gibt es eine Warteliste mit weiteren Interessenten.

Interessierte Arbeitgeber können sich auf der Internetseite www.jobprofil-kaiserslautern.de die Profile der einzelnen Bewerberinnen und Bewerber ansehen.

Hier geht’s zum Beitrag unter www.wochenblatt-reporter.de

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