Gas sparen: Diese kleinen Änderungen senken Ihren Gasverbrauch

Um sich auf ein eventuelles Ende der Erdgaslieferungen durch Russland vorzubereiten, hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Alarmstufe im Gas-Notfallplan ausgerufen. Wir geben Tipps, was Verbraucher:innen tun können, um ihren Gasverbrauch zu senken.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wegen der geringeren Gaslieferungen aus Russland ruft das Bundeswirtschaftsministerium die 2. Stufe des „Notfallplans Gas“ aus und rät eindringlich zum Sparen von Gas.
  • Sparen können Sie etwa beim Duschen sowie wenn Sie Ihren Heizkessel auf Sommerbetrieb stellen.

Tipps für Sparmöglichkeiten

  1. Fenster und Türen dichthalten

Undichte Außentüren und Fenster vergrößern Wärmeverluste in Haus und Wohnung und sorgen für unangenehme Zugluft. Um die Dichtigkeit von Fenstern zu prüfen, kann ein Blatt Papier zwischen Rahmen und geschlossenem Fenster geklemmt werden. Lässt sich das Papier nicht herausziehen, ist das Fenster dicht genug. Bei Haus- und Wohnungstüren kann meist nachträglich ein Dichtprofil leicht angebracht werden, um Heizverluste zu minimieren.

  1. Heizkörper freihalten

Heizkörper nicht mit Vorhängen verdecken und mit Möbeln zustellen! Die Heizenergie kann sonst nicht voll ausgenutzt werden, da die Wohnräume dadurch nicht gleichmäßig aufgeheizt werden können. Eine einfache Regel lautet, dass jeder Heizkörper gut zu sehen sein sollte, damit die Raumluft ihn ungehindert umströmen kann. Ebenso wichtig ist es, die Heizkörper sauber zu halten, da Staubablagerungen die Heizleistung mindern.

  1. Heizkörper entlüften

Werden die Heizkörper nicht im vollen Umfang warm oder sind gluckernde Geräusche zu hören, ist meist Luft im Spiel. Die Heizanlage muss dabei mehr Energie aufbringen, um die Räumlichkeiten zu erwärmen. Abhilfe bringt die Entlüftung mit einem Entlüfterschlüssel. Damit lässt sich einfach und unkompliziert die Luft aus den warmen Heizkörpern ablassen.

  1. Sparen mit dem Thermostat an der Heizung

Ein Thermostatventil lässt nur so lange heißes Wasser durch einen Heizkörper fließen, bis Ihre Wunschtemperatur erreicht ist. Welche Temperatur das ist, hängt von Ihrem persönlichen Empfinden und der Nutzung des Raums ab. Temperaturen zwischen 18° Celsius im Schlafzimmer und 21° Celsius im Wohnzimmer reichen meistens aus. In ungeheizten Räumen sollte die Temperatur nicht unter 16° Celsius fallen – sonst droht Feuchtigkeit an den Wänden und Schimmel, falls nicht gleichzeitig ausreichend gelüftet wird.

So stellen Sie das Thermostat richtig ein: Bei einem Standard-Thermostat entspricht Stufe 2 etwa 16° Celsius, Stufe 3 etwa 20° Celsius und Stufe 4 etwa 24° Celsius. Pro Grad weniger sparen Sie ca. 6 Prozent Heizkosten.

Viele Personen drehen ihr Thermostat auf Stufe 5 – damit die Räume vermeintlich schneller warm werden. Das ist nicht notwendig: es verschwendet viel Energie und der Raum fühlt sich mit molligen 28 Grad schnell zu heiß an!

Weitere Tipps zum Heizen und Lüften finden Sie auf der Homepage der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz unter folgendem Link: https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-optimieren-und-heizkosten-sparen-30096

Textquelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.